`s Hoamátgsang

 

Hoamàtland, Hoamàtland!
Han di so gern,
Wiar à Kinderl sein Muader,
ÀHünderl sein`n Herrn.

Duris Tal bin i glàffen,
Àfn Höchel bin i glögn,
Und dei Sunn hat mi trickert;
Wann mi gnötzt hat dein Rögn


Dein Hitz is nöt z´ grimmi,
Nöt z`graoß is dein Frost;
Ünsà Trauben hoaßt: Hopfen,
Ünsà Wein nennt mà: Most

Und zum Bier und zum Most
Schmöckt à kräftige Kost,
Und dö wàchst olli Jahr,
Mit dà Noat hats koan Gfahr!

Deine Bàm, deine Staudnà
Sànd groaß worn mit mir,
Und sö blüahn schen und tragn
Und sagn: Machs àzwia mir!

À schenern macht`s Bàcherl
Làft ollweil tala,
Awà`s Herz, vo wos auàrinnt,
`s Herz làßts da.

Und i und dö Bachquell
Sàn Vöder und Moahm:
Treibts mi wodàwöll umà,
Mein Herz is dàhoam.

Dàhoam is dàhoam,
Wannst nöt furt muaßt, so bleib;
Denn d` Hoamàt is ehntà
Dà zweit Muadàleib.
 

 

Die 1., 2. und letzte Strophe wurden mit Beschluss des OÖ. Landtages vom 28. November 1952  in der Vertonung von Hans Schnopfhagen, Schulleiter in St. Veit im Mühlkreis ( geb. 1845 in Oberneukirchen - gest. 1908 in St. Veit ), zur Landeshymne erklärt.

Damit ist Oberösterreich das einzige österreichische Bundesland mit einer Landeshymne in Mundart.